Internet der Dinge und Big Data im Waschraum

Waschräume digitalisieren? Würde man im ersten Moment nicht denken, aber in der Tat gib es genug Use Cases. Zum Beispiel, nervt es sie nicht, wenn das WC-Papier aus ist?

Das Salzburger Unternehmen Hagleitner ist hier Vorreiter und hat ein großartige Lösung entwickelt. Umgesetzt ist sie bereits im neuen Rapid Stadion:

  • Seifen- und Papierspender werden mit Sensoren smart gemacht.
  • Ein Lichtschranke zählt die Ein- und Austritte in den Waschraum.
  • Die Daten werden auf einer Plattform in der Cloud ausgewertet.

Die Vorteile sind sehr umfangreich, für den Kunden und den Betreiber:

  • Das Personal muss nicht mehr schätzen, wann wo etwas nachzufüllen wäre. In Echtzeit wissen sie genau, wo Bedarf ist. Somit steht der Kunde nie mehr ohne Papier und Seife vor der Schüssel.
  • Die Verbrauchsdaten verbessern die Planbarkeit. Damit werden Nachbestellungen automatisiert und das Lager optimiert und verkleinert.
  • Das Reinigungspersonal kann ebenfalls besser koordiniert werden.

Hier noch ein Video von Hagleitner, wie das digitale Model funktioniert:

Quelle: https://futurezone.at/b2b/wie-eine-hygiene-firma-das-internet-der-dinge-nutzt/278.592.866

Mehr zu Hagleiter senseManagement: https://www.hagleitner.com/at/hagleitner-hsm/

Sensorik in Flugzeugturbinen – hohe Performance und neue Geschäftsmodelle

Vier Milliarden Menschen weltweit nutzen Flugzeuge zur Fortbewegung. 2017 gab es vier Unfälle von Verkehrsflugzeugen. Die Folgen sind fatal, darum sind an die Technologie höchste Ansprüche gesetzt, um Ausfälle zu vermeiden.

Flugzeug Turbine

Ein wesentlicher Bestandteil sind die Flugzeugturbinen. Rolls Royce als der zweitgrößte Hersteller hat dazu das „Engine Health Management“ aufgebaut. Sensoren erzeugen Daten in Echtzeit und senden sie via Satellit an die Zentrale. Zum Beispiel kommen von einer Boeing 787 pro Flug ein halbes Terabyte Daten, z.B.

  • Motorparameter  wie Wellendrehzahlen und Turbinengastemperatur,
  • Schwingungsparameter aus den rotierenden Bauteilen,
  • etc.

Mehr dazu können Sie hier finden.

Nutzen und Vorteile

Mit der Datenerfassung und Auswertung werden maximale Verfügbarkeit und hohe Ausfallsicherheit garantiert.

Durch die Analyse des Verhaltens der Turbinen werden wichtige Informationen für die Weiterentwicklung gesammelt.

Geschäftsmodell „Pay per Use“

Sensorik spiel auch beim Geschäftsmodell eine wichtig Rolle. Rolls Royce verkauft die Turbinen nicht, sondern die Kunden bezahlen eine Gebühr pro Betriebsstunde (Pay per Use). Die Betriebszeit wird ebenfalls via Sensoren erfasst.

Der Kunde bekommt also nicht die Turbine selbst sondern die Leistung inklusive Überwachung und Wartung über die Lebensdauer. Daraus ergeben sich für ihn viele Vorteile:

  • Finanzielle Risiken und die notwendige Investition werden reduziert.
  • Betriebskosten sind planbar – die Kunden zahlen einen fixen Betrag pro Flugstunde.
  • Hohe Verfügbarkeit.

Rolls Royce selbst profitiert davon, da sie in der Wertschöpfungskette direkt zu den Fluglinien kommen und nicht über die Flugzeughersteller agieren müssen. Am Ende haben sich die Erlöse erhöht.

Mehr dazu hier:   http://www.zephram.de/blog/geschaeftsmodellinnovation/beispiel-servitization/.